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Herzliche Einladung an die Bevölkerung des Landkreises zum Besuch der Gottesdienste am 26.09.2021 zum Caritas-Sonntag. Wir bitten um Unterstützung der Arbeit des Caritasverbandes durch die Kirchenkollekte und die Sammlung in der folgenden Woche mit dem Leitgedanken „wir.zusammen.caritas.“

Seit Beginn der Pandemie müssen wir uns in einer neuen Welt zurechtfinden. Es ist an der Zeit, diese neue Realität aktiv zu gestalten, hin zu einer solidarischen und sozial gerechten Gesellschaft. Mit der Jahreskampagne 2021 „#DasMachenWirGemeinsam“ positioniert sich die Caritas im Vorfeld der Bundestagswahl klar zu aktuellen Fragen in unserer Gesellschaft. Die Kampagne fokussiert sich dabei auf drei sozialpolitische Themen: gute Pflege, soziale Absicherung und Daseinsvorsorge sowie sozial gerechter Klimaschutz.

solidaritaet 185x65 rgb 300dpiDie Caritas will mit den Bundestagskandidat_innen ins Gespräch kommen und erfahren, was diese tun wollen um unsere Gesellschaft solidarischer und sozial gerechter zu gestalten. Bei der Caritas-Sammlung wird genau diese Solidarität deutlich – denn Glauben und Handeln gehören zusammen: Die Kirchengemeinden engagieren sich gemeinsam mit der Caritas für Menschen, die sich hier bei uns in der Region in Notlagen befinden. Durch die gesammelten Spenden können die Kirchengemeinden und die Caritas von Mensch zu Mensch helfen: direkt und unbürokratisch. Mit den Spenden erhalten Menschen, die bedürftig sind, konkrete Hilfe und damit neue Perspektiven. Das Sammeln für Menschen in Not ist kein einfacher Dienst. Deshalb vielen Dank all den Caritassammlerinnen und –sammlern im Voraus, die unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der Woche vom 26.09. bis 03.10.2021 wieder von Haus zu Haus gehen, um für die Caritas um Spenden zu bitten.

Die Erlöse werden wie folgt aufgeteilt: 30 Prozent verbleiben direkt in der Pfarrei für die dort anstehenden karitativen Projekte; 40 Prozent gehen an den Orts- und Kreisverband, der Träger vieler Einrichtungen, Projekte und Initiativen ist. Die restlichen 30 Prozent gehen an den Diözesanverband, der nicht nur für das Material und den Versand aufkommt, sondern vielfältige überregionale Aufgaben und Ausgaben zu bestreiten hat. „Kirche und Caritas legen großen Wert auf Transparenz beim Umgang mit anvertrauten Geldern. Menschen, die unsere Arbeit unterstützen haben ein Recht darauf zu erfahren, was mit diesen Mitteln geschieht. Was ganz konkret mit den Spenden geschieht, kann in den Pfarreien und Caritasverbänden erfragt werden. Für die Ebene des Bistums muss gesagt werden, dass nicht alle Dienste und Angebote der Caritas staatlich voll refinanziert werden. Hier kommen Gelder der Sammlung zum Einsatz.“, so Dr. Sebastian Schoknecht vom Diözesan Caritasverband in Würzburg.

Wer sich als Caritas Sammlerin oder Sammler engagieren möchte, wende sich bitte an die jeweilige Pfarrgemeinde oder an den örtlichen Caritasverband für den Landkreis Rhön-Grabfeld e.V. unter Tel. 09771/61160, FAX 09771/611633 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Die örtlichen Gottesdienste am Caritas-Sonntag bieten eine Gelegenheit, Informationen über die Dienste und Angebote der Caritas im gesamten Landkreis weiterzugeben. Bitte unterstützen Sie uns dabei. Wir sind gerne bereit den Gottesdienst in Ihrer Pfarrei mitzugestalten.

Ansprechpartnerin:

Elke Storch, Dipl.Soz.päd. (FH)

Fachdienst Gemeindecaritas

Caritasverband f. d. Landkreis Rhön-Grabfeld e. V.

Kellereigasse 12- 16, 97616 Bad Neustadt

Tel.: 09771/ 6116-23

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

  

Die bundesweiten Kampagnen der Caritas greifen in jedem Jahr aktuelle soziale Themen auf. Sie wollen aufmerksam machen auf Menschen in Not oder Entwicklungen im sozialen Bereich aufzeigen. Sozialpolitische Positionen fordern die Politik zum Handeln auf.

 

 Infos zur Caritas Jahreskampagne 2021 „#DasMachenWirGemeinsam“ von Mathilde Langendorf (DCV)

Über die Kampagne

Die Zwei-Jahres-Kampagne „Miteinander durch die Krise: #DasMachenWirGemeinsam“ versteht sich als Auftrag an alle innerhalb und außerhalb der Caritas, gemeinsam an einer sozialeren und gerechteren Gesellschaft zu arbeiten, gerade in der Coronakrise. Sie nimmt im Jahr der Bundestagswahl 2021 die Themen soziale Berufe und soziale Sicherungssysteme, Solidarität und gesellschaftliche Spaltung, Armut und Würde ins Visier. Die Kampagnenmotive dazu sehen Sie hier: www.dasmachenwirgemeinsam.de/materialien.

Aufwertung von sozialen Berufen ist laut Umfrage wichtigstes Handlungsfeld für die Politik

Bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung für Menschen in sozialen Berufen: Dem sollte sich die Politik prioritär widmen, wenn es nach den Wünschen der Bevölkerung in Deutschland geht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen, vom Deutschen Caritasverband in Auftrag gegebenen Umfrage. Die Aufwertung der sozialen Berufe wurde von den meisten Befragten (48%) genannt auf die Frage „auf welche der folgenden politischen Handlungsfelder sollte sich der Staat baldmöglichst am stärksten konzentrieren?“ An zweiter Stelle kommt der Klimaschutz (29%), an dritter Position die Unterstützung der sozialen Infrastruktur (22%).

„Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der sozialen Arbeit in den Fokus gerückt – vor allem die Leistung der Menschen, die Kranke und Hilfebedürftige pflegen, betreuen, begleiten und unterstützen“, so Caritas-Präsident Peter Neher. Vielen ist jetzt wichtig, dass diese Tätigkeiten besser wertgeschätzt werden. Das greift die Caritas in der Kampagne „Miteinander durch die Krise: #DasMachenWirGemeinsam“ auf. „Bleibt unsere Wertschätzung – oder verfliegt sie wie unser Applaus?“ fragt sie zum Beispiel mit einem Flyer- und Plakatmotiv. „Zeigen wir Solidarität mit allen – oder sparen wir sie uns?“ ist ein anderes Motiv. „Wir müssen uns als Gesellschaft grundlegende Fragen stellen: Welche Pflege wollen wir? Wer soll das machen und unter welchen Bedingungen? Was ist uns soziale Sicherung, was ist uns Bildung wert? Soll die Unterstützung, die Menschen erfahren, von ihrer Postleitzahl abhängen? Und was sind wir bereit dafür zu tun, um künftigen Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen?“, so Neher. Gerade im Jahr der Bundestagswahl brauchen wir auf diese Fragen tragfähige Antworten. Die Angebote der politischen Parteien werden von der Caritas auf Landes- und Bundesebene daraufhin geprüft.

Der Deutsche Caritasverband stellt nicht nur Fragen, er bietet auch Antworten und Lösungsvorschläge – etwa beim Umbau der Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung, beim Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung und bei Digitalisierungsstrategien im Sozial- und Bildungsbereich, die über die Verteilung von Endgeräten hinausgehen.

Umfrage-Ergebnis: Corona schwächt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Dass Dialog und Austausch dringend notwendig sind, zeigt ein anderes Ergebnis der Umfrage: 52% der Teilnehmenden haben den Eindruck, dass die Corona-Pandemie den gesellschaftlichen Zusammenhalt geschwächt hat, lediglich 17% der Befragten erleben ihn als gestärkt. „Von der im Frühjahr wahrgenommen Welle der Solidarität, welche die Caritas durchaus auch erlebt hat, scheint nicht mehr viel übrig zu sein“, so Neher. „Und das ist kein Wunder, haben wir doch in den vergangenen Wochen und Monaten Überforderungen erlebt, gezielte Desinformation von Corona-Leugnern und unsägliche Debatten zum Beispiel gegen eine europäisch abgestimmte Impfstrategie. Leitgedanke vieler Diskussionen scheint im Moment zu sein ‚ich bin mir selbst der Nächste‘.“

41% der Befragten stimmen aber der Aussage zu „Ich glaube, dass ich persönlich etwas zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen kann“ und 25% wissen es nicht – lediglich 27% stimmen nicht zu. „Nur gut ein Viertel der Menschen fühlt sich ausdrücklich ohnmächtig oder machtlos, wo es um die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts geht,“ stellt Neher fest. „Bei drei Vierteln ist das also nicht der Fall“.

„Die Caritas will so viele Menschen wie möglich ermutigen und mitnehmen, damit sie sich einbringen – und sei es nur, indem sie innehalten und sich Fragen stellen. Auch das ist ein Ziel unserer Zwei-Jahres-Kampagne #DasMachenWirGemeinsam“ anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Deutschen Caritasverbandes im nächsten Jahr“.

Weitere Informationen unter www.dasmachenwirgemeinsam.de 

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